Sichtung – ein Heilmittel?
Von Dirk Podbielski →
Vor kurzem berichtete der Tanz-Michel von einer Sichtung bei der m)))motion: Die Teilnehmer wurden begutachtet, um sie in Gruppen einzuteilen. Bei den Swingtänzern ist das eine bewährte Übung um sie in Unterrichtsgruppen einzuteilen.
Foto Wikipedia Autor → Mattes
Denn sie reisen viel zu mehrtägigen Workshops mit internationalen Teilnehmern und Startrainern. Es gibt drei bis sechs Level, aber keine verbindlichen Regeln dafür. Diskussionen sind unausweichlich.
Verschiedene Verfahren sollen das friedlich gestalten. Das wichtigste: Es gibt keine Perfektion und alles ist subjektiv. Toleranz und “das Beste draus machen” lautet der Grundsatz.
Workshops, die überwiegend Stammteilnehmer anziehen, bieten bei der Anmeldung kurze Beschreibungen, welche Voraussetzungen für ein bestimmtes Niveau erforderlich sind. Dann verlässt man sich auf die Selbsteinschätzung.
Andere Workshops geben ausführliche Beschreibungen, manche sogar Tests und Fragebögen, die bei der Einordnung helfen.
Große Workshops setzen zunehmend auf “Auditions”. Am Morgen des ersten Tages müssen die Kandidaten der hoheren Level – manchmal auch alle Teilnehmer – vor einigen Trainern vortanzen. Die teilen dann die Gruppen auf. Samstagsmorgens um halb zehn ist das eine ernsthafte Hürde – nach einer durchtanzten Nacht zuvor, die zu solchen Swing-Workshops unbedingt dazu gehört.
Auch das Trainerurteil ist morgens manchmal getrübt. Wer mit seinem zugeteilten Level sehr unzufrieden ist, kann das später – aber frühestens nach der ersten Stunde Unterricht – mit Veranstaltern und Trainern diskutieren und darf eventuell in ein Gruppe anderen Levels wechseln.
Tanzmichel – einzig und nicht immer artig









