Walking on the moon
Der King of Pop wurde zum ersten Todestag in Funk und Fernsehen gefeiert. Viele Tanztricks hat sich Michael Jackson von alten Meistern abgeguckt.

Foto Wikipedia Autor → Neil Armstrong
Moonwalk
Der Moonwalk gilt als “Signature Step” des Popkönigs. Die Inszenierung ist fraglos aristokratisch. Der Schritt selbst aber geht weit in die amerikanische Tanzgeschichte zurück – verbürgt aus Filmen der frühen 30er Jahre und wahrscheinlich von Kabarettbühnen des 19. Jahrhunderts stammend.
Nachfolgendes Video zeigt die Geschichte des Moonwalks – Von Fred Astaire über Sammy Davis Jr. hin zu Michael Jackson
Kein Wunder: Michael Jackson wurde von Meistern des amerikanischen Jazz Tap und Vernacular Jazz Dance unterichtet, unter anderem den Nicholas Brothers, denen Schwerkraft ein Fremdwort war.
Hier ein Video von den Nicholas Brothers
Durch die Jackson Five und die Ära des Motown Soul war er eng mit der afro-amerikanischen Tanzgeschichte vertraut. In vielen seiner Videos kann man Reminiszenzen an die gute alte Zeit des Swing erkennen: Das Styling in Schwarz und Weiß, die Kleidung und das Ambiente erinnern oft an die Krimiklassiker der 40er Jahre.
Dafür besonders typisch ist Smooth Criminal – denkt man sich andere Musik dazu, könnte auch Cab Calloway über die Bühne wirbeln. Dessen Bühnenauftritte wirken heute wie eine Blaupause für Jacksons Shows, der berühmte Jackson-Spin ist eigentlich ein Calloway-Spin. Auch Fred Astaire war ein Ratgeber Pop-Kings. In Jackson’s Videos finden sich viele Anspielungen auf typische Astaire-Moves.
Hier ein Video von Cab Calloway
Der afroamerikanische Tanz ist ein Geben und Nehmen. Die besten Tänzer kennen die lange Tradtion genau. Sie bedienen sich aus dem unendlichen Material und formen mit individuellem Ausdruck etwas Neues daraus. In Michael-Jackson-Videos ist nicht nur Michael Jackson zu sehen – sondern auch ein kleiner Ausschnitt einer großen Tanztradition, die als Jazz erwachsen wurde.
Tanzmichel – einzig und nicht immer artig








