HATV Förderkonzept
Hinweis: dieser Artikel enthält satirische Passagen und ist daher für Turniertänzer, die noch etwas werden wollen, völlig ungeeignet.
Prolog
In den letzten Tagen, Wochen häufte sich der Wunsch von Tänzern, mit mir – dem Tanz-Michel – das Förderkonzept des Hamburger Tanzsportverbandes zu diskutieren.
Auch flatterte aus dem Email-Off die eine und andere Info wie zufällig auf mein Schreibtischlein.
Wer die Seele der Turnier-Tänzer im Großraum Hamburg kennt, weiss so etwas zu deuten, nämlich: “Hey, Tanz-Michel, nimmt Dir endlich mal dieses “Förderkonzept” zur Brust!”
Kann der Tanz-Michel sich diesem Wunsche noch länger entziehen? Natürlich nicht! Und hier – wie immer subjektiv, meine – von keiner Sachkenntnis getrübt – ganz persönliche Meinung über das Förderkonzept des HATV. Es geht los!
Ende des Prologs
Das Förderkonzept des HATV ist ein konzentriertes Sammelsurium aus unverbindlichen Unverbindlichkeiten. Es wird alles versprochen, aber zu jedem Versprechen gibt es reichlich Hintertürchen, um nicht zahlen zu müssen.

Foto Wikipedia Bildnis Kaiser Wilhelm II ist von Max Koner (1854–1900). Öl auf Leinwand, 1890.
Zitat aus dem Förderkonzept: “Der HATV kann ohne Begründung paare von der Teilnahme auszuschließen” – gottgleiches Verhalten des HATV-Vorstandes unter der Führung von Herrn Riehn?
Nach meiner Meinung trägt es die Handschrift eines pedantischen Oberbuchhalters, der sich in einem Obrigkeitsstaat bestimmt sehr wohl gefühlt hätte. Ich kann mir nicht vorstellen, dass dieses “Förderkonzept” von Menschen gemacht wurde, deren Herz für’s Tanzen brennt.
Beispiel – die individuelle Förderung von Paaren. Da steht:
“Über die Vergabe und deren Höhe entscheidet der HATV. Die Vereine verpflichten sich ihrerseits die Hälfte des beantragten Fördergeldes selbst zu tragen.”
Das bedeutet, dass Vereine, die viele und gute Paare haben – aber nicht allzu viel auf der Naht – nicht fördern können. Sie könnten vielleicht ein paar Tänzer fördern – aber was würden die anderen Tänzer dazu sagen? Ärger ist vorprogrammiert. Denn Vereine, die viele und gute Paare haben, die stecken ihr Geld in die Entwicklung des Tanzsportes – deswegen ist das Geld auch knapp. Die Katze beisst sich in den eigenen Schwanz.
Dabei steht doch in der Überschrift des Förderkonzeptes:
“Spitzen- und talentierte Nachwuchspaare … können vom HATV gefördert werden”
Können? Spitzenpaare brauchen Verbindlichkeit. Dabei kann die Förderung durchaus eine Variable haben, nämlich wie gut das Paar abschneidet. Aber wenn das Spitzen-Paar sein Trainings- und Wettkampfjahr plant, dann muss es wissen, wie viel Geld in etwa zu erwarten wäre.
Alles andere ist für die Paare, die eh mit einem auf Kante genähten Budget unterweges sind, ein finanzieller Hasardeurritt. Spitzenpaare werden dieses Konzept lesen und sich einem anderen Landesverband zuwenden. Aber vielleicht ist das gewollt.
Petitesse am Rande: Wie oben bereits zitiert steht in dem Konzept: “Über die Vergabe und deren Höhe entscheidet der HATV.” Also, wenn ich es richtig verstanden habe, entscheidet nicht der Vorstand des HATV sondern der HATV, d. h. die Vereine, die die Souveräne des HATV sind.
Ich – liebe Leser – möchte Sie nicht weiter langweilen und zum Schluss kommen. Im Konzept steht auch noch:
“Der HATV kann ohne Begründung Paare von der Teilnahme ausschließen”.
Tja,…was soll der Chronist dazu sagen?
Lassen Sie mich einmal etwas herleiten. Die Paare sind Mitglieder in einem Verein. Schön. Einmal im Jahr ist eine Mitgliederversammlung. Hier bestimmen die Mitglieder, wie die Politik des Vereins – vertreten durch den Vorstand – in dem kommenden Jahr auszusehen hat. Mit anderen Worten: die Paare sind – neben den anderen Mitgliedern – die Souveräne des Vereins. Die Vereine sind – ich schrieb’s schon weiter oben – die Souveräne des HATV, des HATV-Vorstandes.
Dieser Vorstand des HATV hat jetzt die Chuzpe, den Souverän – die Paare – ohne Begründung von der Teilnahme auszuschließen.
Wie immer überlasse ich dem geneigten Leser sich seine Meinung zu dem gottgleichen Verhalten des HATV-Vorstandes zu bilden.
Und zum Schluss noch die Frage – wer ist für dieses Konzept verantwortlich?
Ganz klar, der HATV-Vorstand und dessen Vorsitzender ist Herr Riehn. Vielleicht sollte er sich mal ein Beispiel an Ole von Beust nehmen.
Tanzmichel – einzig und nicht immer artig













