Außerdem – so wird gemunkelt – soll der eine oder andere noch nicht ganz so erfahrene Wertungsrichter die aktuelle Rangliste nutzen, um gröbste Wertungsfehler zu vermeiden. Würde er so werten, wie sein reines Herz es sieht, könnte es sein, dass er zum kollegialen Gespräch gebeten wird. Aber wie zuvor gesagt – das sind Gerüchte.
Am Samstag, 21. Januar 2012 gab’s ein RL-Turnier der Paare der Hauptgruppe S in den Standardtänzen. S ist die höchste Klasse. Des Weiteren: In der Hauptgruppe tanzen – von der Leistung her – die Besten – die Crème de la Crème
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106 Paare umfasst die aktuelle RL – ganze 34 fanden den Weg nach Glinde. Was sind die Gründe, fern zu bleiben? Die Glinder hatten auch dieses Jahr wieder eine erstklassige Veranstaltung organisiert, die Sitzplätze waren ausverkauft, es gab nur noch Flanierkarten – der moderne Name für Stehplätze.
Vermutlich hängt es am Echt-Status der Amateurpaare-Paare. Es gibt Echt-Amateure mit einem harten Nine-to-Five-Job, und Semi-Profis, die mit ihrem Tanzen schon etwas Geld verdienen und später (vielleicht) Echt-Profis werden wollen. Man muss nicht Tanzsport-Experte sein, um den Unterschied zu sehen: Das Tanzen der Semi-Profis kommt von einem anderen Stern. Für Echt-Amateure ist daher bei einem Startfeld von 34 Paaren spätestens in der ersten Zwischenrunde Schluss – Ausnahmen bestätigen die Regel. Kein Echt-Amateur mit einem harten Nine-to-Five-Job fährt aus Süddeutschland nach Norddeutschland, um 5 oder 10 Tänze zu tanzen und dann wieder von Norddeutschland nach Süddeutschland zu fahren. Es gibt im Laufe des Jahres genügend Turniere, die näher oder auch interessanter sind – Entfernung kostet Zeit, Geld und Kraft. Aber auch hier – Ausnahmen bestätigen die Regel. Dagegen findet man in den Seniorengruppen eine ganz andere Motivationslage – dazu mehr in einem späteren Artikel. |
(Fortsetzung folgt)








Foto: Dan Smith; Quelle, Infos, Rechte → 
