Tanz-Michel

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Tanz-Michel in Hamburg

1. Januar 2011
By Michael Pohle


Tanz-Michel: Ein großes Magazin für Tanz, Kultur, Lifestyle

Auf den ersten Blick scheint der Tanz-Michel ein Magazin mit vielen schönen Bildern um und über’s Tanzen zu sein. Das stimmt, doch der Tanz-Michel wirft auch einen intensiven Blick auf das, was neben der Tanzfläche geschieht: das Agieren der Tanzschaffenden, der Funktionäre in Vereine und Verbänden und der Kulturpolitiker.

Oft ist deren Agieren mehr ein Taktieren. Gerade in Verbänden und in der Politik werden Entscheidungen den Tänzern, Tanzsportlern oder Künstlern zur partizipatorischen Diskussion vorgelegt, deren Diskussions-Ergebnisse nicht wirklich interessieren – denn das Wichtigste ist schon längst gelaufen.

Während für jene Genre des Tanzens, die zur Kunst gezählt werden, noch ein gewisses Interesse von Seiten der Presse vorhanden ist, werden die restlichen von der Presse stiefmütterlich behandelt. Bedingt durch die Abwesenheit Presse treibt dann und wann die Selbstherrlichkeit der Mächtigen feinste Blüten. Genau dann greift des Tanz-Michel’s Slogan: Einzig und nicht immer artig. Ein Tag, an dem der Tanz-Michel nicht aneckt, ist ein schlechter Tag – seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt – der Tanz-Michel geht flott und flotter den Weg zum politischen Tanz-Magazin.

Der Stil des Tanz-Michel bleibt wie er war: eigenwillig, unkonventionell – aber immer zukunftsweisend.

Die Texte sind dem Klick-Klientel mit der bekannt kurzen Aufmerksamkeitspanne angepasst. Die Texte werden zusätzlich mittels Sprachökonomie verdichtet – ein Blitz auf das Essentiellen. Wer mehr Wissen will – Wikipedia ist nur ein Klick entfernt.

Doch diese Ausrichtung des Tanz-Michels ist nicht in Stein gemeißelt. Neue Sichtweisen durch gesellschaftlichen Wandel können eine Veränderung der Ausrichtung bewirken, sogar erzwingen. Da heut’ der gesellschaftlich Wandel mit Bleifußgeschwindigkeit daher kommt, kann über die Halbwertzeit des gerade Geschriebenen spekuliert werden…

Michael Pohle, Hamburg, 24. Oktober 2011

Zitat Seid unbequem, seid Sand, nicht das Öl im Getriebe der Welt! ist von Günter Eich – deutscher Lyriker und Hörspielautor – 1907 bis 1972

Michael Pohle

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Philosophie hinter des Tanz-Michels Logo
Im Daoismus gibt es das Prinzip “Schatten” und das Prinzip “Sonne” – Yin und Yang – das Weibliche und das Männliche – die Dualität des Lebens.

Im übertragenen Sinn ist es diese Dualität, die gutes Tanzen ausmacht: schnelle Bewegungen wechseln mit langsamen, aus dem Stand wird beschleunigt oder aus schneller Bewegung verzögert – es entsteht – wieder im übertragenen Sinne – Licht und Schatten. Doch die Bewegungen sind nicht isoliert, der Übergang ist fließend. Der Tänzer und die Tänzerin ergänzen und bedingen einander, lösen sich im rhythmischen Wechsel ab.

Ganz in diesem Sinne des Daoismus, der im Yang auch das Männliche, das Harte sieht, ist der Tänzer im Logo von seinem figürlichen Ausdruck fordernd-aggressiv. Das kühle Blau, in der die Figur des Tänzers im Logo gehalten ist, verstärkt den Eindruck.

Tanz-Michel, einzig – und nicht immer artig

Die Tänzerin im Logo dagegen, die das Yin, das Weibliche, das Weiche darstellt, ist in ihrem figürlichen Ausdruck scheinbar hingegeben-nachgegeben, der durch die warmen Farben gelb und rot verstärkt wird.

Erst der zweite Blick zeigt, dass sie sich nicht wirklich von dem fordernd-aggressiven figürlichen Ausdruck ihres Tänzers beeindrucken lässt. Das weit nach hintern gestreckte Bein gibt ihr einen sicheren Stand, fordernd streckt sie ihre Brust dem Herausforderer entgegen – wenn die Kraft nicht reicht, hilft die Weiblichkeit – sie hat die Wahl der Waffen – eigentlich ist sie die Stärkere!

Dass sie die Stärkere ist – das ist nicht wirklich neu. Das 3000 Jahre alte Prinzip Yin und Yang betont, dass das Weibliche, das Weiche das Männliche, das Harte besiegt.

So ist nun mal der Tanz der Geschlechter: einzig – und nicht immer artig

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