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Hamburg. Mit einem gewaltigen Tritt wird das Magazin Tanz-Michel in die Tonne befördert – in dieser Form wird es nicht weiter bestehen…
Kein Grund zur Trauer, kein Grund für die Tanz-Funktionärs-Schickeria, zu frohlocken – genau lesen: In dieser Form wird es ihn nicht mehr geben. Das Thema Tanzen bleibt, es kommen nur neue Themenkreise hinzu. Alle Freizeitaktivitäten, die Leser bringen – genau die werden Thema auf dem Tanz-Michel sein. Wobei Hamburg wieder mehr ins Zentrum rücken wird – mit Erlebnissen jenseits der Touristenströme. |
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Doch Tanzen gehört zur Freizeit – nach wie vor wird sich auch der neue Tanz-Michel dem weltweiten Tanzen widmen, sich jedoch noch mehr konzentrieren auf Wichtiges, Außergewöhnliches oder Skurriles – auf das, was man lesen muß oder auf den geistig leicht verdaulichen Snack zum Kurzabschalten.
Die Gründe für des Tanz-Michels Handeln? Geld – aber auch der Mangel an Themen.
Erster Grund – das liebe Geld. Die Bespaßung der Tänzer – und besonders der Tanz-Funktionärs-Schickeria – kostet rund 500 Euro im Monat – Gutes war schon immer etwas teurer.
Ein Ausgleich muss her – Werbung, Affiliate-Marketing etc. Dazu braucht’s aber eine ansehnliche Anzahl von Lesern – etwa 3.000 pro Tag. Im Augenblick kommt der Tanz-Michel in Spitzenzeiten auf 1.700 Leser – nicht schlecht, aber für ein funktionierendes Geschäftsmodell zu wenig.
Zweiter Grund – Mangel an Themen. Der 99. Bericht über ein grandioses Sen III A-Turnier, die allerheißeste Salsa-Party oder die erotischste Milonga – gäääähn. Dazu die Saure-Gurken-Zeit im Sommer oder zwischen den Jahren. Auch ein schönes Beispiel: Formationstanzsport. Von Januar bis Mai könnte der Tanz-Michel die Leser mit Neuigkeiten aus der Szene zuballern, ab Juni ist für den Rest des Jahres im Formationsbereich mausetote Hose.
Die Veränderungen auf dem Tanz-Michel werden fließend sein, neue journalistische Partnerschaften werden eingegangen – 2012 wird ein Jahr der Experimente sein. Und: Der Tanz-Michel bleibt: Einzig – und nicht immer artig.
Michael Pohle






Foto: Dan Smith; Quelle, Infos, Rechte → 
